Die Psychoonkologie ist eine psychotherapeutische Disziplin, die sich mit der Psyche von krebskranken Menschen und deren Angehörigen und Freunde beschäftigt. Bei diesem ganzheitlichen Therapieansatz steht der Mensch mit sein Krankheitserleben und Bewältigen im Vordergrund.

Die Diagnose

Die Diagnose Krebs wird oft mit Sterben und Leiden in Verbindung gebracht. Eine Krebsdiagnose bedeutet jedoch nicht automatisch das Ende. Den Tod. Verständlicherweise reagieren Betroffene jedoch zunächst geschockt und fühlen sich wie erstarrt. Ihr bisheriges Leben gerät aus den Fugen und nichts ist mehr so wie es mal war …
Nach der Diagnoseeröffnung gilt es viele Arzttermine zu absolvieren, um den gesundheitlichen Zustand zu erfassen und die Therapie einzuleiten. Je mehr Untersuchungen erfolgen, desto realer wird die Erkrankung wahrgenommen.

Für wen?

Eine psychoonkologische Betreuung ist nicht nur für Erkrankte hilfreich. Gerne dürfen auch besorgte Angehörige und/oder Freunde zu mir kommen. Sie leiden schließlich mit. Viele fühlen sich in dieser besonderen Situation unsicher und hilflos. Hierbei kann ich unterstützen und Tipps geben für einen stabilen, sichereren und unverkrampften Umgang mit dem Thema und dem Erkrankten.

Therapiezeit

Nach dem Erfassen des derzeitigen gesundheitlichen Zustandes und des Schweregrades der Krebserkrankung (Staging) berät die Tumorkonferenz über die empfohlene Therapie. Der behandelnde Arzt bespricht mit Ihnen die Möglichkeiten der Behandlung und ihren Ablauf.
Bitte nehmen Sie immer eine Begleitperson mit zu solchen Arztgesprächen. Vier Ohren hören mehr als zwei! Wenn Sie unsicher sind, ob es die richtige Therapie ist oder sich nicht gut aufgehoben fühlen, holen Sie sich eine weitere ärztliche Meinung ein. Dies steht Ihnen immer zu und muss von der Krankenkasse gezahlt werden.

Die Therapiezeit variiert je nach Krebsart und kann bis zu einem Jahr und länger dauern. Es ist ohne Frage eine schwere Zeit für alle Beteiligten, selbst wenn sich im Laufe der Therapie eine gewisse Routine einstellt und Fortschritte erzielt werden.
Doch es wird immer auch schlechte Tage und Phasen geben. Solche, an denen sich Frustration, Ängste oder Hoffnungslosigkeit einschleichen. Um diese zu überwinden, kann ich Ihnen als Psychoonkologin Motivationstipps geben.

Viele Fragen, die beschäftigen

„Was mache ich, wenn ich es nicht schaffe?“
„Wie soll ich von meinem Krankengeld meine Miete bezahlen?“
„Wer betreut das/die Kinder?“
„Wie komme ich zu meinem Arzttermin und wer sorgt für mich zu Hause?“

Krebskranke haben viele solcher Fragen und Gedanken im Kopf. Oft mögen sie diese nicht mit Freunden teilen, weil es unter anderem um finanzielle und somit um existenzielle Ängste geht. Sie möchten die Angehörigen nicht weiter belasten und verkneifen sich den Austausch darüber lieber.

Als Psychoonkologin stelle ich mich solchen Fragen und wir sprechen ganz offen darüber! Über Ängste und Sorgen, die sich aus der Krebstherapie ergeben. Genauso über Dinge, die Sie in Ihrem Umfeld erleben und belasten.

Geschafft, ich bin wieder krebsfrei!

Dies sagen zu können, ist das Ziel seit der Diagnose. Endlich wieder krebsfrei!
Das Leben kann weitergehen und neu beginnen. Alle wollen die kräftezehrende Zeit vergessen und hinter sich lassen. Erkrankte wünschen sich, genauso wie ihr Umfeld, dass alles wieder so ist, wie vor der Diagnose. Doch oft bleibt etwas zurück: Fatigue, die chronische Erschöpfung, und andere Langzeitnebenwirkungen der Therapie machen es schwer, das vorherige Leben „einfach so“ wieder aufzunehmen. So als sei nichts gewesen …

Die Rückkehr zu einem Normalzustand, das Anknüpfen ans alte Leben, ist kräftezehrend und häufig mit hohen Ansprüchen verbunden. Gerne helfe ich Ihnen zurück in Ihr neues Leben.

Junge Menschen

Junge Menschen (bis zum 40. Lebensjahr) machen einen sehr kleinen Teil der Krebs erkrankten aus. In unserer Gesellschaft ist es aber quasi nicht „vorgesehen“, dass jemand in der Altersklasse an einer lebensbedrohlichen Krankheit leidet.
Junge Überlebende müssen sich mit speziellen Themen beschäftigen. Bei ihnen geht es beispielsweise um den unerfüllbaren Kinderwunsch, den (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben und Zukunftsängste. Das macht den Austausch mit nicht betroffenen Gleichaltrigen so schwierig. Diese können solche Themen schließlich aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten.
Aufgrund meiner eigenen Krebserkrankung, die ich mit 37 Jahren durchgemacht habe, kann ich mich sehr gut in die Lage der jüngeren Generation der Erkrankten versetzen.

Der letzte Weg

Ein Thema, über das gerne geschwiegen wird, ist der Abschied, das Sterben. Die Auseinandersetzung damit und das Sprechen darüber ist wichtig und sollte dazu gehören. Betroffene haben manchmal noch einen Wunsch, den sie sich gerne (mit Hilfe) erfüllen wollen. Oder sie haben bestimmte Vorstellungen über ihre Beerdigung, die sie mit ihren Angehörigen vereinbaren wollen, damit sie zufrieden gehen können.

In dieser Phase dominiert eine große Hilflosigkeit und Traurigkeit der Angehörigen und Freunde. Hierbei stehe ich Ihnen auf Wunsch zur Seite.

Wie läuft die psychoonkologische Behandlung und Beratung ab?

Die Beratung findet bei mir in der Praxis als Gesprächstherapie statt. Selbstverständlich begleite ich Sie auf Wunsch auch zu Arztbesuchen.

Als Heilpraktikerin kann ich die psychoonkologische Therapie bei Bedarf zusätzlich unterstützen.

Kosten

Leider übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Psychoonkologie zum derzeitigen Stand nicht. Sie können meine Kosten in Ihrer Steuererklärung jedoch als außergewöhnliche Belastungen absetzen.

Eine normale Beratungseinheit (45 Minuten) kostet 45,00 €
Bei erweitertem Beratungsbedarf rechne ich nach Zeit ab: 1 Stunde a 60 €

 

   

Neuigkeiten  

Psychoonkologische Beratung

Die Psychoonkologie beschäftigt sich mit der Psyche von Krebskranken Menschen und deren Angehörigen und Freunde.

An Krebs erkrankte Menschen und deren Angehörige befinden sich in einer besonderen Lebenssituation. Es treten Themen in den Vordergrund, die jeder einzelne für sich zu bewältigen versucht. Ich unterstütze Sie in dieser Lebensphase als Psychoonkologin.

Diese Unterstützung gilt für Erkrankte wie auch für nahe Angehörige und Freunde. Diese Erkrankung ist für alle Betroffenen ein essenzieller Einschnitt im Leben.

Ich würde mich freuen, wenn ich Sie in diesem Lebensabschnitt begleiten darf.

   
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